Chronik 1905-1955

1905

Erster Vorstand
Der erste Vorstand
nach der Gründung 1905
  • Am 03.02.1905 wird der Bonner Schwimmverein 05 (BSV) aus der Taufe gehoben. Die Gründungsversammlung findet im Hofrestaurant »Hähnchen« statt.

Gründungsprotokoll Urkunde
Gründungsprotokoll Text

  • Im ersten Vereinsjahr überstürzen sich die „Generalversammlungen“. Das „Hofrestaurant Hähnchen“ wird zum Vereinslokal bestimmt. Man beschließt, sich mit dem Kölner Schwimmverein in Verbindung zu setzen, um sich an einem Übungsabend im Hohenstaufenbad zu beteiligen, bestellt als erste Fachzeitschrift die „Schwimmerzeitung aus Charlottenburg“ und berät und genehmigt die ersten Statuten (Vereinsatzungen). Im November 1905 wird Ernst Hittorf erstmals mit einem Vorstandsamt betraut, mit dem des Kassierers. Er durchläuft dann später die ganze Skala der Vorstandsposten.

1906

Wasserballmannschaft 1906
Wasserballmannschaft 1906
  • Am 01.02.1906 wird das Bonner Victoriabad eröffnet. Der Bonner Schwimmverein beteiligt sich mit einem Schauschwimmen, einem Reigen (für Männer), einem Schulschwimmen und einem Schul- und Kürspringen an der Eröffnungsfeier.

Bericht über die Eröffnungsfeier des Viktoriabades aus dem Generalanzeiger vom 22.06.1963

  • In diesem Jahr beginnt der Verein auch damit "unbemittelte Knaben der oberen Volksschulklassen im Schwimmen auszubilden". Das dürfte wohl der Beginn des "Schulschwimmunterrichtes" gewesen sein, wenn er auch von einem Verein getragen wird.
  • Der Verein tritt dem Verband der „Deutschen Schwimmerschaft“ bei und beteiligt sich erstmals an der Deutschen Meisterschaft der Schwimmerschaft.
  • Obwohl das Victoriabad als Hallenbad vorhanden ist, hält man doch dem Vater Rhein die Treue. An veranstaltungsfreien Sonntagen fahren die Schwimmer in den frühen Morgenstunden mit einem Benzinboot bis zur Insel Grafenwerth, um von dort schwimmend Bonn oder sogar Köln zu erreichen.

1907

Gruppenbild Bonner SV
  • Im Februar 1907 krönt der Verein sein 2. Stiftungsfest mit einen „Gala-Schwimmfest“ im Victoriabad, an dem als Ehrengäste u.a. Ihre königliche Hoheit Prinzessin Victoria zu Schaumburg-Lippe teilnimmt, die Schwester des damaligen Kaisers Wilhelm II, der zu Ehren das Bad den Namen „Victoriabad“ erhalten hatte. Bei dieser Veranstaltung erlebt das Wasserballspiel in Bonn mit einem 2 : 2 gegen die Mannschaft des Kölner SV seine Geburtsstunde.
  • Der BSV erhält endlich einen 1. Vorsitzenden: Ernst Hittorf wird „wegen seiner bisherigen tadellosen Vereinsleitung zum I. Vor-sitzenden befördert“.
  • Der Verein bemängelt das sportlich unmögliche Drei-Meter-Brett im Victoriabad. Man hilft sich damit, dass man an den Übungsstunden ein zweites Brett zur Verlängerung aufschraubt.

1908

Die BSV Kunstspringer Emil Schemuth,
Josef Schemuth und Ferdi Müller, v.l.
  • Am 02./03. August 1908 nehmen vier Aktive des Bonner Schwimmvereins am 4. Deutschen Schwimmfest in Elberfeld teil. Das Vereinsmitglied Alois Wolff siegt dabei über 200 m mit neuem Deutschen Rekord in 3 Min. 9 Sek. und wird damit Meisterschaftsschwimmer der Deutschen Schwimmerschaft.
  • Der Bonner Schwimmverein beteiligt sich an den Vaterländischen Festspielen in der Gronau und wird als bester beteiligter Verein mit der Schmidt-Plakette ausgezeichnet.

Bericht

1909

  • Die eher leistungssportlich orientierten Schwimmer gründen 1909 den Schwimm Club »Salamander«. Der Verein besteht zunächst aus einer Herren- und einer Jugendabteilung, denen bald eine akademische Abteilung angegliedert wird.
Salamander
Gruppenbild 1909
  • BSV und Salamander entwickeln in den Folgejahren eine sportliche Rivalität bis in die 30er Jahre. Dabei hat der BSV mit seiner Springergarde, getragen von Josef Schemuth, seinen Brüdern, Ferdi Müller u.a. stets ein gutes Gegengewicht gegenüber dem damals schwimmerisch überlegenen Salamandern.
    Der SC Salamander widmet sich außerdem schon früh dem Wasserballspiel und zählt hier vor dem ersten Weltkrieg zu den besten Vereinen des Westens.

Hintergründe der Vereinsgründung des SC Salamander

Nicht Wettschwimmen sondern Schwimmfest

  • Am 8. Juli 1909 wird außerdem der Bonner Damenschwimmverein gegründet, denn der BSV ist eine reine Männergesellschaft. Es entwickelt sich eine enge Bindung der Damen zum Bonner Schwimmverein und ab 1910 werden die meisten geselligen und sportlichen Veranstaltungen von beiden Vereinen gemeinsam aufgezogen.

1914

v.l. Hans, Paul, Joseph und Emil
Schemuth in 1920
  • Mit Beginn des 1. Weltkrieges wird das Victoriabad für den Badebetrieb geschlossen. Die beiden Schwimmbecken werden geleert und für die Lagerung von Kartoffeln verwendet solange bis der Steckrübenwinter beginnt und die Kartoffeln Mangelware werden.

1918

  • Nach Kriegsende beschlagnahmen die Besatzungssoldaten das Victoriabad und schließen die Bonner Bevölkerung von der Benutzung des Bades aus. Die Schwimmer finden aber Mittel und Wege nachts doch noch zum Schwimmgenuss zu kommen, bis die Besatzung die Verbotsbestimmungen lockert.

1919

  • Da Ernst Hittorf jetzt beruflich außerhalb Bonns tätig ist, übergibt er die Vereinsführung des Bonner Schwimmvereins an Jean Heinemann, der seit der Gründung Vereinsmitglied ist.
  • Am 10. Juli gründet der SC Salamander eine Damenabteilung.
  • Im Juli wird das erste Nachkriegs-Schau- und Wettschwimmen durchgeführt.
  • Der SC Salamander fordert von der Stadt Bonn den obligatorischen Schwimmunterricht für alle Bonner Schulen, der auch 1922 eingerichtet wurde.

Schwimmunterricht an Bonner Volksschulen - Artikel aus den Monatsschriften Nr. 2 + 3 des SC Salamander von Nov. u. Dez. 2021

1921

Lisbeth Hermes
  • Am 05.08.1921 schließt sich der Bonner Damenschwimmverein als Abteilung dem Bonner Schwimmverein 05 an.
  • Am 12.10.1921 veranstalten der Bonner SV und der SC Salamander gemeinsam ein Wohltätigkeitsschwimmfest zugunsten der Betroffenen des Explosionsunglücks, das sich am 21.09.1921 in Oppau bei Ludwigshafen ereignet hatte.
  • Im Oktober 1921 bringt der SC Salamander erstmals eine Monatszeitschrift heraus.

Die Reise des SSF Schwimmers Helmut Haas zu den 1. Deutschen Kampfschwimm-Meisterschaften 1922 in Berlin - Ein Bericht von Heinz Reinders aus der Sportpalette Juni 1981.

1923

  • Lisbeth Hermes vom SC Salamander wird Deutsche Meisterin im Kunstspringen.

1924

  • Am 07. Juli 1924 weiht der SC Salamander in einer stillgelegten Tongrube in Bechlinghoven ein vereinseigenes Licht-, Luft- und Schwimmbad“ ein mit einer 100 m Schwimmbahn, einer 50 m Schwimmbahn und einem vorschriftsmäßigen Wasserballfeld.

Eine Vereinsanlage wird geschaffen“ aus dem Heft zum 50 jährigen Vereinsjubiläum

1925

Gründung der Bootsabteilung
Gründung der Bootsabteilung
  • Einige Bonner Schwimmer gründen einen weiteren Verein, den »Schwimm-Sport Club Bonn«. Dieser bleibt allerdings ein Sieben-Monats-Kind und vereinigt sich dann mit dem SC Salamander.

1926

  • Der SC Salamander ändert seinen Namen um in "SC Wasserfreunde Bonn 1909 e.V."

1928

  • Heinz Helmet gründet die Bootsabteilung der SC Wasserfreunde Bonn. Etwas später bildet sich auch im Bonner SV eine Paddelgruppe unter der Leitung von Karl Hirth. Als Bootsunterkunft diente beiden Abteilungen bis 1945 das alte Gronaugebäude, das in den 50er Jahren abgerissen wurde.

1929

  • Hilde Riese schwimmt 125 km durch den Rhein von Aßmannshausen nach Köln.

Bericht aus der Vereinszeitung Nr. 7 von Mai 1946

1933

Westdeutsche Meisterschaften der
Alten Herren im August 1933
  • Jean Heinemann leitet den Bonner Schwimmverein 05 selbstlos und zielbewusst bis 1933. Gleichzeitig ist er lange 1. Vorsitzender des Gaues I im Kreise IX des Deutschen Schwimmverbandes, Vorsitzender der Bonner Ortsgruppe der DLRG und 2. Vorsitzender im Zweckverband für Leibesübungen. Eine verhältnismäßig große Gruppe Vereinsmitglieder glaubt 1933 den Verein „gleichschalten“ und einen Mann beseitigen zu müssen, der eigentlich in seiner Person den ganzen Bonner Schwimmverein verkörperte. Der Verein muss daher ab jetzt auf Jean Heinemann verzichten und sich mehrere Jahre mit diversen Vorsitzenden behelfen.
  • Beim SC Wasserfreunde Bonn 1909 stellt der Vorsitzende Dr. Wolff seinen Posten zur Verfügung, wird aber trotz „Geleichschaltung“ einstimmig wiedergewählt.

14.08.1936

Leni Henze-Lohmar
Leni Henze, geb. Lohmar, 1936
  • Leni Henze, geb. Lohmar, erringt die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Berlin in der 4x100 m Freistilstaffel. Ihre Zeit: 1:08,9 min.

Zeitungsbericht über die Ankunft von Leni Lohmar am 18.08.1936 in Bonn nach ihrem Medaillengewinn bei den Olympischen Spielen

14.04.1937

  • Zusammenschluss des Bonner Schwimmvereins 1905 e.V. und des SC Wasserfreunde Bonn 1909 e.V. zu den Schwimmsportfreunden Bonn 05 e.V.
    Großen Anteil auf Seiten des Bonner Schwimmvereins haben Heinz Bernards, Enko Brünker und Peter Schell, bei den Wasserfreunden sind es Walter Napp, Hermann Henze und Ferdy Schleich. Der neue Club hat 141 erwachsene und 181 jugendliche Schwimmer.
Humoristisches Schauspringen
im Juli 1937

Bonner Generalanzeiger vom 16.04.1937

  • Die Vereinigung bringt dem Klub vermehrte Übungsmöglichkeiten, die von den Aktiven redlich genutzt werden. Auf breiter Front steigern sich die Leistungen, die ihren Niederschlag in immer größeren Erfolgen finden. Es beginnt die große Serie der Erfolge von Ulrich Schröder, der als Allroundschwimmer in allen Lagen zu Hause ist.

1938

Wo steht der Bonner Schwimmsport (Zeitungsartikel vom 4. Januar 1938)

Pfingsten 1938 auf dem Urmitzer Werth (Bericht von Heinz Reinders aus der Sportpalette Juni 1992)

1939

Uli Schröder
  • Ulrich Schröder wird Studentenweltmeister über 100 m Rücken.
  • Im Juli wird das Bonner Sommerschwimmbad eröffnet, das auch für die Bonner Schwimmsportler Trainings- und Wettkampfstätte sein soll.
  • Zu Beginn des 2. Weltkrieges werden bis auf wenige Ausnahmen die wehrfähigen Männer zum Wehrdienst eingezogen. Die Herren Napp, Brünker, Haaß und Benack halten in Verbindung mit einigen Mitgliedern der Damenabteilung das Vereinsschiff flott. Bis fast zum Kriegsende treffen sich die Daheimgebliebenen zu den Übungsstunden im Victoriabad und zu ihrem Donnerstags-Stammtisch im Casino, der auch Sammelpunkt aller Urlauber wird.

1940

  • Ulrich Schröder wird Großdeutscher Meister über 100 m Rücken in der Halle und über 100 m Rücken im Freiwasser. Und auch in den folgenden Kriegsjahren gewinnt er noch mehrfach Titel bei Deutschen Meisterschaften.
Wettkampf in Hürth am 29.03.1942

1941

  • Der Verein hat nur noch 92 Mitglieder.

Vereinsübersicht 05.09.1941

1942

Urlaubsgesuch für Ulrich Schröder vom 27.01.1942

1945

Erste Vereinszeitung
Der Schwimmer Nr. 1
  • Am 2. Juni 1945 findet die erste Zusammenkunft statt, an der sich über 100 Schwimmsportfreunde beteiligen. Das Bad zerstört, die Fesseln und Verbote der Militärregierung, Lebensmittelmangel, all diese Schwierigkeiten werden überwunden durch den Willen wieder im Freundeskreis Sport zu treiben. Nach den Bestimmungen der Militärregierung müssen die Vereine neu gegründet werden.
  • In mühsamer Kleinarbeit werden alle Anschriften von Männern und Frauen, die zu irgendeiner Zeit einmal Mitglied eines Bonner schwimmsporttreibenden Vereins waren, zusammengestellt. Sie alle werden von der Wiedergründung schriftlich in Kenntnis gesetzt.
    Außerdem beginnen die SSF Bonn direkt nach Kriegsende wieder mit dem Übungsbetrieb.
  • Ab November 1945 erstellen die SSF Bonn mit dem „Schwimmer“ ein monatlich erscheinendes Nachrichtenblatt.

Der Schwimmer Nr. 1 - November 1945

1946

23.06.1946: Klubkampf in Duisburg
  • Aufgrund der großen Werbeaktion hat der Verein über 1000 Mitglieder.
  • Da die Stadt Bonn die Kosten für die Reparatur des Sommerbades an der Römerstraße scheut, vereinbaren die Stadt und die SSF Bonn Anfang Mai, dass der Verein das Bad für diesen Sommer von der Stadt Bonn übernimmt und auf eigene Kosten Instand setzt und betreibt. Dies scheitert aber daran, dass die Stadt Bonn als Eigentümerin des Bades keine Verfügungsberechtigung über das Bad hat, sondern das Militär.
11.08.1946: Schauspringen
  • Bis zur Wiedereröffnung des Sommerbades fahren die SSF Schwimmer zum Training nach Hürth und tragen dort auch ihre Wettkämpfe aus. Außerdem schwimmen sie im Rhein, in der Sieg, in Luftschutzfeuerlöschteichen in kleinsten Privatschwimmbecken und im Werksbad der Leichtmetallwerke.

Entwicklung bis zur Wiedereröffnung des Sommerbades

Artikel von Hermann Henze aus der Vereinszeitung Nr. 11 vom September 1946 zum Wettkampfsport für Jugendliche in Zeiten der Mangelernährung

  • Neugründung der Jugendabteilung der SSF Bonn

Der Schwimmausschuss der SSF Bonn

Jean Heinemann
  • Nachdem sich die Reparatur des Viktoriabades bis Mitte Dezember 1946 hingezogen hat, muss das Bad wegen Kohlemangels bereits wenige Tage nach der Eröffnung wieder geschlossen werden. Die Schließung dauert bis Oktober 1947.

Chronik der Reparatur des Viktoriabades

1947

  • Am 13.04. stirbt der Ehrenvorsitzende und Mitbegründer des Vereins Jean Heinemann – von den Vereinsmitgliedern auch „Papa Heinemann“ genannt.

Nachruf auf Jean Heinemann

Artikel aus der Vereinszeitung Nr. 20 Juni 1947 zu den Bonner Badeverhältnissen

Norddeutschlandfahrt
  • Im Juli wird Ernst Peters erster hauptamtlicher Trainer der SSF Bonn.
  • 29.07. - 04.08.: Wettkampffahrt nach Norddeutschland.

Reisebericht von Else Kleimann

  • 04. – 16.08.: Erholungslager der SSF Jugend bei der Wattendorfer Mühle in Pesch.
Norddeutschlandfahrt

Bericht aus der Vereinszeitung Nr. 24 Oktober 1947

  • Am 01. Oktober öffnet das Viktoriabad nach mehrjähriger Schließung. Die SSF Bonn haben damit endlich wieder die Möglichkeit für ein regelmäßiges Wintertraining.

Regelung für Übungsabende im Viktoriabad

1948

Klubkampf gegen Hamburg in
Bonn am 12.08.1948
  • Am 24. Januar veranstalten die SSF Bonn unter dem Motto „Blau – Rot“ ihren ersten Karnevalsball der Nachkriegszeit.

Neuordnung der Übungsabende – aus der Vereinszeitung „Der Schwimmer“ Februar 1948

Neuordnung des Samstagsübungsabends – aus der Vereinszeitung „Der Schwimmer“ März 1948

Klubkampf in Hamburg am
22.08.1948: v.l. Tilly Gollers,
Leni Henze, Else Kleimann

Nie wieder kurze Strecken? – Überlegungen von Hermann Henze zu den Wettkampfstrecken aus der Vereinszeitung „Der Schwimmer“ April 1948

  • Aufgrund der Währungsreform erhebt der Verein im August eine Beitragsnachzahlung in Höhe von einem halben Jahresbeitrag. Der Jahresbeitrag betrug damals 12 Mark für Erwachsene und 6 Mark für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

„Auch wir müssen wieder aufbauen“ - Artikel zur Beitragsnachzahlung aus der Vereinszeitung „Der Schwimmer“ August 1948

  • Die Spitzenschwimmerinnen Gisela Jacob-Arendt und Ruth Henschel wechseln zu den SSF Bonn.

1949

Ankündigung für das bunte Aquariom
Einladung zum bunten Aquarium aus
der Vereinszeitschrift "Der
Schwimmer" vom Februar 1949

„Mit neuen Übungsstunden ins neue Jahr“ aus der Vereinszeitung „Der Schwimmer“ Januar 1949

  • Am 27.02.1949 veranstalten die SSF Bonn „Das bunte Aquarium“. Dies ist der Auftakt für viele erfolgreiche Karnevalsveranstaltungen des Vereins in den Folgejahren.
  • Durch zahlreiche Regularien versucht der Schwimmverband die Zahl der Klubkämpfe zu Gunsten „ordentlicher Schwimmfeste“ einzuschränken.

„Klubkämpfe nicht gerne gesehen“ aus dem Schwimmer Nr. 38 von Februar 1949

Monika Warnusz mit ihrem Bruder im Sommerbad
August 1949: Unser Ehrenmitglied
Monika Warnusz (geb. Streiber)
mit ihrem Bruder Wilfred im
Sommerbad
 
  • Erstmals nach den Kriegsjahren stellen die SSF Bonn wieder zahlreiche Deutsche Meister und werden als Verein Deutscher Vereinsmeister.
 
  • Die Stadtverwaltung verpachtet den SSF Bonn im Sommerbad eine große Halle links neben dem Haupteingang, die der Verein in 1949 und 1950 mit eignen Mitteln zu einem vereinseigenen Klubheim mit 1000 qm Grundfläche umbaut. Die mit dem Umbau verbundenen Kosten zwingen die SSF Bonn in den nächsten Jahren zu extremer Sparsamkeit, was sich auch auf den Wettkampfbetrieb auswirkt.

1950

Hermann Henze

Artikel von Hermann Henze zum angestrebten Trainingsumfang der Leistungsschwimmer aus dem Vereinsmagazin im Januar 1950

  • Im März wählen die SSF Mitglieder Hermann Henze zum neuen Vorsitzenden der SSF Bonn.

Hinweis zur Wassertemperatur im Viktoriabad aus einem Schreiben an den Westdetuschen Schwimmverband

  • Nachdem die Aktivitäten der Bootsabteilung im Laufe der Kriegsjahre und den ersten Nachkriegsjahren wegen fehlender Räumlichkeiten und fehlender Boote ruhten, findet sie jetzt im neuen Klubheim eine Heimat und nimmt den Sportbetrieb wieder auf.
Die alten Herren im Viktoriabad
  • Die Mitgliederversammlung beschließt eine Ordnung für das Klubheim im Sommerbad.

Ordnung des Klubheims, Stand Juli 1950

  • Im September veranstalten die SSF Bonn ein Altherrentreffen im Viktoriabad

Pressebericht vom Altherrentreffen

1951

Gisela Jakob-Arendt
  • Die Kanuabteilung feiert ihr 25 jähriges Bestehen

25 Jahre Kanuabteilung

Klubinfo aus der Vereinszeitung Schwimmer November 1951

Jahresbericht 1951

1952

  • Wegen diverser Reparaturarbeiten öffnet das Sommerbad erst Ende Juni

Artikel aus der Vereinszeitung Mai 1952 zu den Reparaturarbeiten der Stadt Bonn im Sommerbad

  • Gisela Jacob-Arendt erreicht den 7. Platz mit der 4x100 m Kraulstaffel bei den Olympischen Spiele in Helsinki (Finnland)

1953

Sommerbad
 
  • Die SSF Bonn richten im Klubheim im Sommerband eine Wohnung ein, „für einen Hauswart, der für das sorgen soll, was man unter dem Sammelbegriff ‚Ordnung‘ zusammenfasst.“

1954

Ruth Henschel
  • Am 28.03.1954 veranstalten die SSF Bonn im Viktoriabad ihr erstes internationales Schwimmfest der Nachkriegszeit mit Schwimmvereinen aus Holland und Belgien.
  • Bei den Bezirksmeisterschaften schwimmt Ruth Hentschel über 200 m Schmetterling in 3:04,2 und über 400 m Schmetterling in 6:31,0 jeweils einen neuen Deutschen Rekord.
  • Im April beschließt die Jahreshauptversammlung, die Übungsstunden des Klubs nach "sportlichen" und "volkstümlichen" Gesichtspunkten zu trennen.
  • Ab August geben die SSF Bonn und der 1. Deutsche Badminton-Club Bonn ihre monatlichen Vereinszeitschriften gemeinsam in einer Ausgabe heraus.

1955

Der Vorstand (circa 1950): W. Napp,
E. Weigelt, W. Schemuth, H. Möslein,
H. Bernards, F. Müller, P. Schmitz,
W. Werner, H. Henze, M. Liessem,
J. Möslein
  • 50-jähriges Vereinsjubiläum

Bericht von der Jubiläumsfeier