Floorball - 2. Bundesliga: 10:11 Niederlage gegen Hannover 96

Torhüter
Trohüter David Vent (Foto: Ingo Furch)

Kein besonders versöhnlicher Saisonabschluss: Beim Tabellenletzten Hannover 96 mussten sich die Dragons mit 10:11 nach Verlängerung  geschlagen geben.

Gegenkonter ruinieren erstes Drittel
"Die Niederlage hat sich Ende des ersten Drittels und besonders Anfang des dritten Drittels abgezeichnet. Wir dachten, wir könnten dieses Spiel ohne große Bemühungen gewinnen und wurden von Hannover eines Besseren belehrt", kommentiert Torwart David Vent. Dabei fing die Partie aus Sicht der Bonner eigentlich gut an: Nach einigen vergebenen Großchancen war es Maximilian Spöhle, der die Überlegenheit in ein Tor ummünzte. Zwar erzielten die Dragons durch Johan Gallwitz und ein Eigentor der 96er zwei weitere Tore, doch die Sache hatte einen Haken: "Hannover hat durch effiziente Konter immer wieder den Ausgleich erzielen können", so Vent. Besonders problematisch: Nur 40 Sekunden vor Schluss des ersten Drittels traf Hannover sogar zum 4:3 - ein psychologisch ungünstiger Treffer.

Umständliches Spiel bringt Rückstand
Das aber schien die Bonner nicht weiter zu beeindrucken: Nur 20 Sekunden waren im Mitteldrittel gespielt, als Kai Willems nach einem schönen Querpass von Maximilian Spöhle einnetzte. Etwas schlechter lief es leider in der Defensive: Nach unnötigen Ballverlusten und unnötig kompliziertem Spiel konnten die Hannoveraner immer wieder kontern. Die Gegenstöße wurden gnadenlos ausgenutzt: "Selbst einfache Schüsse können reingehen, solange sie aufs Tor kommen", erklärt Vent. So stand es nach der Hälfte des Spiels 6:4 für die Gastgeber. Zwischenzeitlich verkürzte Jan Steinkamp nach einem schönen Ballgewinn in Unterzahl auf 5:6, doch wie schon im ersten Drittel fingen sich unsere Herren kurz vor der Pause noch einen Gegentreffer.

Unglücklicher Start, glückliches Ende
Ganz unglücklich startete dann der Schlussabschnitt: Früh baute Hannover seinen Vorsprung auf 8:5 aus, nach dem Anschlusstreffer durch Johan Gallwitz zogen die Grün-Weißen sogar auf 10:6 davon. Dann aber kippte die Partie ein weiteres Mal: "Besonders der Moralaufschwung nach dem 6:10 hat mich gefreut", meint auch David Vent. Spöhle, Grünewald und zwei Mal Gallwitz führten die Dragons zum Ausgleich, der erst zehn Sekunden vor Schluss fiel, als der Torwart bereits durch einen weiteren Feldspieler ersetzt worden war. In den verbleibenden zehn Sekunden hatte Lucas Grünewald sogar noch die Chance auf den Siegtreffer, aber: "Wenn er das Tor getroffen hätte, wäre der Ball drin gewesen, aber er hat vorbei geschossen", analysiert Vent gewohnt messerscharf.

Pech in der Overtime
In der Verlängerung war es ein weiteres unglückliches Tor, das die Entscheidung brachte: Ein missglückter Schuss wurde zu einer perfekten Vorlage für Raiko Krüger, der mit seinem vierten Tor die Partie zugunsten seiner 96er entschied. Eine kuriose Partie mit einem kuriosen Ende: "Das Ergebnis erinnert ja fast Tischtennis. Viele werden sich fragen, ob die Torhüter mit verbundenen Händen gespielt haben", schmunzelt Vent.

Johan Gallwitz

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